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Die Sportstätten | RheinEnergieStadion | Historie

Der Grundstein für das heutige RheinEnergieStadion wurde 1923 gelegt. Damals hätte niemand gedacht, dass die „Mutter aller Stadien“ eines Tages von den Briten besetzt würde. Auch nicht, dass 1957 zum ersten Mal Flutlicht im Stadion erstrahlen könnte. Und schon gar nicht, dass es knapp 80 Jahre später zu einer Stätte wird, zu der Woche für Woche tausende Menschen pilgern, die ihren Drang nach großen Ereignissen stillen wollen.

Tauchen Sie in ein Stück Zeitgeschichte ein und erfahren Sie, wie aus einem Stadion ein hochmoderner Sportpalast wurde.

Stadiongeschichte Müngersdorfer Stadion

Aus dem Buch "Das große Buch der deutschen Fussballstadien" Der Beitrag Zur Stadiongeschichte erscheint mit freundlicher Genehmigung von Verlag und Autor und wurde entnommen: Werner Skrentny (Hrsg.): Das grosse Buch der deutschen Fussballstadien. 2.Aufl. 2001. Verlag Die Werkstatt Göttingen. ISBN 3-89533-306-9 - Quelle einiger Zitate: Langen, Gabi / Deres, Thomas: Müngersdorfer Stadion Köln. 1998.

Müngersdorfer Stadion - Führend in Deutschland

Für die "Mutter der Stadien" ist wieder einmal ein Nachruf fällig: Seit der Winterpause 2001/2002 läuft der Neubau bei laufendem Spielbetrieb (Angaben aktualisiert - Anm. d. Red.). Es wird das dritte Stadion an diesem Ort sein, denn das erste eröffnete man 1923 und den Nachfolgebau 1975. Stadion meint dabei nicht allein die Hauptkampfbahn, das heutige Müngersdorfer Stadion, sondern die gesamte, riesige, ursprünglich 55 Hektar große Sportanlage, "der man in deutschen Gauen nicht viel Ähnliches an die Seite zu stellen vermag", wie 1923 Prof. Arthur Jung, Vorsitzender der Westdeutschen Landesvereinigung für Leibesübungen, befand. Kölns Stadion, das Carl Diem als "die Mutter der deutschen Stadien" bezeichnete, war so gut ausgestattet, dass die Stadt zeitweise sogar eine Bewerbung für die Olympischen Spiele 1936 betrieb.

Die Überlegung, die Sportstätte nach dem bei der Einweihung amtierenden Kölner OB Dr. Conrad Adenauer (identisch mit dem späteren CDU-Bundeskanzler Konrad Adenauer, 1876-1967) zu benennen, hegte man 1923 und wieder 1975, jeweils ohne Ergebnis. Immerhin widmete man Adenauer bei der Eröffnung eine Botschaft, die ein Marathonläufer überbrachte: "Dem Manne, der in schwerer Zeit mit klugem Weitblick und kühnem Wagemut das Stadion schuf als eine Stätte frohen Spiels und körperlicher und sittlicher Erneuerung der Volksgemeinschaft." Adenauer, seit 1917 im Amt, verstand den Sport "als den praktischen Arzt am Krankenbette des deutschen Volkes" und trieb die Anlage des größten deutschen Stadionkomplexes entsprechend voran. Mehrere Faktoren begünstigten das Projekt, das Theo Nußbaum, der Leiter der Entwurfsabteilung der Städtischen Gartenbaudirektion, plante:

Nach dem Friedensvertrag von Versailles fiel der äußere Festungsring Kölns, so dass ein Neubau im äußeren Grüngürtel möglich war. Da die Bauarbeiten als Notstandsmaßnahmen durchgeführt wurden, konnte die Stadt 15.000 Arbeitsplätze schaffen. Man verstand die Sportanlagen als Mittel "zur Stärkung der Nation" (Wohlfahrtspflege) und versprach sich außerdem Prestigegewinn, Werbung und wirtschaftliche Mehreinnahmen für Köln. Die Kosten summierten sich auf 47,4 Mio. Mark, doch fielen mit der Währungsreform im November 1923 viele Schulden weg - "damit gehörte die Stadt Köln in Sachen Stadion zu den sogenannten Inflationsgewinnlern" (Langen/Deres).

Bei der Eröffnung am 16. September 1923 - 300.000 Menschen sollen im Stadion gewesen sein, davon 100.000 in der Hauptkampfbahn - war das Kölner Stadion (also die Gesamtanlage) das größte Europas. Adenauer in seiner Weihrede (Anm.: 1918 hatte Deutschland im 1. Weltkrieg kapituliert): "Zwei Dinge tun uns Deutschen vor allen Dingen Not, wenn wir wieder ein großes Volk werden sollen (...): Gemeinschaftsgeist und freiwillige Einordnung. Auf diesem Plane, auf diesen Feldern sollen sie gelehrt und gelernt werden (...) Der Schwimmer, der sich selbst aufgibt, geht unter! Wir wollen nicht untergehen, wir wollen unser Geschick meistern! (...) Das deutsche Volk, das deutsche Vaterland, sie leben hoch!" Die Arbeitersportler weihten die Anlage zwei Wochen später in einer gesonderten Veranstaltung ein.

Sportfunktionär Carl Diem lobte das Stadion einerseits (s. Oben), kritisierte andererseits aber dessen Dimensionen: "Ich kann nicht umhin, meine Sorge zu äußern, ob drei Kampfbahnen an einer Stelle auch für eine große Stadt nicht etwas zu viel sind (Anm. Es gab die Haupt-, die West-, die Ostkampfbahn). Vielleicht haben die Kölner die reinliche Scheidung gewünscht und wollen die eine Bahn den unpolitischen, die andere den politischen und die dritte den sozialistischen Sportleuten geben." Kritik traf ebenfalls die 3.000-Sitzplätze-Haupttribüne ("ein unmöglicher Bretterhaufen"), von deren oberen Bänken sich keine Sicht bot; 1925 musste sie erneuert werden. 1926-28 entstanden im Zuge des Haupteingangs bei der Hauptkampfbahn zwei Ziegelsteinbauten, die Stadtdirektor Abel (1882-1968) konzipierte; sie dürften ungeachtet des Neubaus erhalten bleiben.

Zehn Endspiel-Tore vor 74.000

Köln war mit seinem neuen Stadion, was Großveranstaltungen betraf, führend in Deutschland: 1926 gab es dort die 2. Deutschen Kampfspiele (Schlusskundgebung: über 5.800 Teilnehmer, 60.000 Zuschauer) - "die Ausrichtung des nationalen Ereignisses im besetzten Rheinland war eine bewusste, provokative Entscheidung gegen die Besatzer" (Langen/Deres). Im selben Jahr versammelten sich beim 1. Westdeutschen Arbeiter-, Turn und Sportfest 15.000 Teilnehmer und 60.000 Zuschauer, Kölns Arbeiterfußballer unterlagen Moskau 2:12. 1928 folgte das 14. Deutsche Turnfest. Selbstverständlich erwählte auch der DFB die Hauptkampfbahn als Spielort: Länderspiel-Premiere war am 20. November 1927 mit dem 2:2 vor 52.000 gegen Holland (seitdem folgten bis 1998 19 weitere Auftritte der Nationalmannschaft, nur einer ging verloren). Das Endspiel 1931, Hertha BSC Berlin - 1860 München 3:2, zog 60.000 an, und 1933 gab es vor derselben Zuschauerzahl das 3:0 der Düsseldorfer Fortuna über Schalke 04, 1935 vor 74.000 - man hatte Nottribünen aufgestellt -, das 6:4 Schalkes gegen den VfB Stuttgart. Auch das erste Nachkriegsendspiel, 1. FC Nürnberg - 1. FC Kaiserslautern 2:1, sah Köln, diesmal vor 75.000; letztmals wurde damit 1948 der Deutsche Fußball-Meister im Finale am Rhein ermittelt. Eine weitere Stadiontradition waren die Sportfeste des ASV Köln, erstmals 1934 veranstaltet, zuletzt aus Kostengründen ausgesetzt. 1958 liefen die Lokalmatadore Manfred Germar und Martin Lauer mit Heinz Fütterer und Manfred Steinbach in 39,5 Sekunden einen 4x100-m-Weltrekord.

Eine Besonderheit in Köln waren die "Stadionkurse" für nichtorganisierte Sportler, die 1929 fast 38.000 Teilnehmer zählten. Juden allerdings durften ab April 1933 im Stadion nicht mehr aktiv sein, es sei denn, sie gehörten einem jüdischen Sportverein an. Bereits am 28. März hatte die SA zwei jüdische Rechtsanwälte, die an den "Stadionkursen" teilnahmen, von dort vertrieben. Unerwünscht waren ebenfalls Zwangsarbeiter. 1943 beklagte Kreishauptstellenleiter Koch von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) in einem Schreiben an die Stadion-Direktion, "dass anlässlich des Radrennens am 30.5. d.J. Ostarbeiter sehr zahlreich unter den Besuchern vertreten waren. Bekanntlich hatte die Gestapo verboten, dass Ostarbeiter mit Deutschen in Berührung kommen. Es ist denkbar, das sich die im Kassenhäuschen befindenden Volksgenossen damit zu entschuldigen versuchen, die Ostarbeiter als solche nicht erkannt zu haben, da sie das vorgeschriebene Abzeichen "OST" nicht trugen. Abgesehen davon sieht man jedem Ostarbeiter das Herkunftsland an (...) Ich bitte Sie, dafür Sorge zu tragen, dass in Zukunft kein Ostarbeiter mehr an Veranstaltungen teilnimmt."

Die erfolgreich durchgeführten Großveranstaltungen waren für OB Adenauer Anlass, dem Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen (DRA) 1929 mitzuteilen, "dass die Stadt Köln in der Lage ist, auch die Olympischen Spiele 1936 in einer Form zur Durchführung zu bringen, die in jeder Hinsicht der Würde des deutschen Volkes und dem Ansehen des deutschen Sports entspricht." Berlin hatte für die nie ausgetragenen Olympischen Spiele 1916 den Zuschlag erhalten, doch war sein Deutsches Stadion veraltet. Köln, dessen Hauptkampfbahn der DRA gegenüber Berlin im Vorteil sah, fühlte sich herausgefordert, nachdem Nürnberg seinen Hut in den Ring warf (in Frankfurt/Main diskutierte man ebenfalls die Ausrichtung).

DRA-Generalsekretär Carl Diem kündigte Köln schon einmal an, für den Fall des Falles müsste die alte Tribüne abgerissen und ebenso wie eine Tribüne auf der Gegengeraden neu gebaut werden (20.000 überdachte Plätze von insgesamt 80.000). Aus den olympischen Ambitionen der Kölner wurde bekanntlich nichts, ein Stück Olympia existiert dennoch in Müngersdorf: Radsport-Olympiasieger Toni Merkens aus Köln erhielt wie alle anderen deutschen Goldmedaillen-Gewinner eine "Olympische Eiche", die beim Radstadion angepflanzt wurde. 1948 enthüllte man dort einen Gedenkstein für Merkens, der 1944 Kriegsverletzungen erlegen war.

Stadionträume

Mit dem 24. Juni 1945 beschlagnahmten die Briten das Stadion, das zuvor von der US Army besetzt worden war. Man einigte sich im Gegensatz zu anderen Städten gütlich: Major Davison, ehemals Spieler von Blackburn Rovers und und Schiedsrichter, amtierte als Stadionkommandant, die Stadt übernahm Wiederherstellungskosten von 150.000 Mark, die Engländer erhielten zwei Tennisplätze, ein Schwimmbecken, Cricket-, Basketball- und Rugbyplatz für ihre Zwecke, die Belgier beanspruchten die Westkampfbahn sowie Tennis und Sportplätze. Als die Stadt das Stadion samt Hauptkampfbahn am 1. August 1946 zurück erhielt, hatten die Briten die durch 93 Bombentreffer und Granateneinschläge entstandenen Schäden bereits einigermaßen beseitigt.

Im November 1947 nahm die Deutsche Sporthochschule in den erwähnten 1928 fertig gestellten Arkadenhallen ihren Unterrichtsbetrieb auf; 1960 war der Neubau in der Nähe fertig gestellt. Den ersten Fußballlehrer-Lehrgang hielt Josef Herberger ab, unter den Teilnehmern waren Hennes Weisweiler, Paul Janes, Fritz Pliska und Herbert Widmayer. Obwohl Köln mit der Hauptkampfbahn ein geeignetes Großstadion besaß, das für den Spitzenclub 1. FC Köln (Teilnehmer DM-Endrunde 1953, 1954, 1958, 1959, 1960, Deutscher Meister 1962, Deutscher Vize 1963) ausreichte, tauchten erstaunlicherweise regelmäßig Ausbau- und Neubaupläne auf. Weil Wohnungs- und Sportplatzbau (Breitensport!) Vorrang hatten, wurde aus allen Vorhaben - ob nun in Mülheim. Bickendorf, auf der Jahnwiese und dem Stadion-Nordfeld - nichts, man blieb in Müngersdorf, wo 1957 erstmals Flutlicht erstrahlte (am 2. Oktober beim ASV-Leichtathletik-Sportfest). Der weitsichtige 1. FC-Präsident Franz Kremer - unter seiner Ägide war Köln 1964 erster Bundesliga-Meister - war stets Befürworter einer reinen Fußball-Arena und beauftragte Hans Schulten, den Umbau der Hauptkampfbahn in ein überdachtes Fußballstadion für 75.000 zu konzipieren. 16 Mio. DM waren veranschlagt, nach Ansicht des Städtischen Hochbauamtes 2,5 Mio. Zu wenig, und so errichtete man 1963 zum Bundesligastart vorsorglich erst einmal eine 4.700 Plätze-Stahlrohrtribüne und ließ alles beim Alten.

Aktuell wurde das Schulten-Konzept wieder 1967, als sich Köln als Austragungsort der Fußball-WM 1974 bewarb - "schon lagen den Altstadt-Wirten die Sambatrommeln in den Ohren" erinnert sich Fußball-Autor Michael Müller-Möhring. Architekt Schulten legte im Auftrag der Stadt im Oktober 1968 seinen Plan für eine 80.000-Plätze-Arena vor, die 23, 5 Mio. Mark kosten sollte. Wieder rechnete das Hochbauamt nach und kam bei dem mehr als doppelten Betrag von über 50 Mio. DM an. Schulten hatte ein interessantes Konzept vorgelegt: Über den Stadionrängen lag ein transparentes Dach, ein monumentaler Stahlträger erhob sich über die gesamte Arena und lief auf beiden Seiten zwei Spreizeisen aus, weshalb das Projekt als "Bügeleisen-Stadion" bezeichnet wurde. Der Stadt aber waren 50 Mio. zu viel, sie limitierte das Volumen auf 33 Mio. DM und stellte Schulten den Kollegen Dr. Gerd Lohmer und das Institut für Sportstättenbau als Berater zur Seite. Im Frühjahr 1971 kalkulierte man die Baukosten auf 93,9 Mio. (ursprünglich 23,5 Mio.!), weshalb der Rat der Stadt am 15. April für eine andere architektonische Lösung votierte. Dafür stellte man im Nachtragshaushalt 6 Mio. Ein, worauf NRW-Innenminister Willi Weyer intervenierte: Er wies das Regierungspräsidium Köln an, den Nachtragshaushalt zu beanstanden, den die Kölner SPD-Fraktion daraufhin zurückzog. Deren Fraktionsvorsitzender van Nes Ziegler (später OB) resignierte: "Das Schulten-Stadion ist tot." Köln, die viertgrößte bundesdeutsche Stadt, war kein Spielort der WM (wohl aber Düsseldorf!).

"Deutschlands modernstes Stadion"

Die veröffentlichten und öffentlichen Meinungen danach kann man sich vorstellen, weshalb Köln einen Stadionneubau doch noch in Angriff nahm und 1975 fertig stellte - die WM war längst vorüber. Die Müngersdorfer Arena war bei Baubeginn in einem teils maroden Zustand: Photodokumente belegen, dass die Ränge z.T. bereits mit Gräsern zugewachsen waren! 1972 schrieb die Stadt einen Firmenwettbewerb für ein 60.000-Zuschauer-Stadion aus, den Dyckerhoff & Widmann gewannen. 1. FC und Fortuna wichen während der Bauarbeiten in die nahe Radrennbahn aus, vorher mussten die Spieler in einer symbolischen Aktion Zementsäcke zur Baustelle schleppen.

Die neue 61.188-Plätze-Arena, eingeweiht am 12. November 1975 mit dem Derby FC gegen Fortuna (3:0), war das erste komplett überdachte deutsche Stadion und darf bis heute als architektonisch sehr gelungen bezeichnet werden, verlaufen doch unter dem frei schwebenden Dach, an dem das Flutlicht angebracht ist, zwei Ränge übereinander. Da der Wall und die alten Bäume erhalten bleiben mussten, hatte man von innen nach außen gebaut. Geplant hatten die Architekt Franz Riepl, Gerd Lohmer, (künstlerischer Teil) und Kurt Schönbohm (gartentechnische Beratung).

Den Kostenvoranschlag von 42 Mio. DM hielt man ein, 2,5 Mio. Mehrkosten verursachte die Anzeigetafel. Pressestimmen: "Das modernste Stadion Deutschlands" ("Die Zeit"); einmalig in Deutschland, die Akustik ist Stimulans für die Spieler" ("Rheinische Post"). Dank des Neubaus kam Köln 1988 bei der EM als Austragungsort von zwei Begegnungen zum Zug (darunter UdSSR-Holland 1:0), die spätere Endspielpaarung).

Der vorhandene Raum lässt es nicht zu, an dieser Stelle all die Fußball-Höhepunkte von Müngersdorf darzustellen. Hier wurden Wolfgang Overath (1977), Toni Schumacher (1992) und Pierre Littbarski (1993) verabschiedet, 1978 der 1. FC Köln Deutscher Meister (der Titelgewinn gelang im Hamburger Volksparkstadion gegen den FC St. Pauli) und 1983 gegen den Lokalrivalen Fortuna Köln DFB-Pokalsieger. Gastspiele als Gastgeber gaben Bayer Leverkusen (1988 im UEFA-Cup, gegen FC Barcelona), Borussia Mönchengladbach (1996, UEFA-Cup, gegen Arsenal London und AS Monaco) und Galatasaray Istanbul (1989, UEFA-Cup, gegen AS Monaco).

Nachdem FIFA und UEFA ab der Spielzeit 1998/99 für internationale Spiele Sitzplatzstadien vorschrieben, reagierte die Stadt und ließ - im Hinblick auf eine mögliche WM-Vergabe nach Deutschland - in den Kurven für 6 Mio. DM Variositze einbauen.

"...Und der Papst war auch schon da..."

Höhepunkte außerhalb des Fußballs hat das Stadion über die Jahre reichlich erlebt. 1982 rockten dort die Rolling Stones, "...und der Papst war auch schon da..." sang Marius Müller Westernhagen im Stadion. Er hatte Recht: Vor über 70.000 Menschen hielt Johannes Paul II am 1. Mai 1978 eine Messe ab (Gedenktafel am linken Arkadenbau) und sprach die im KZ Auschwitz umgekommene Ordensschwester Edith Stein selig. Die Papst-Visite bedeutete jedoch nicht den Stadion-Rekord im "hillije Kölle": Über 100.000 Katholiken fanden sich 1948 zum 700-jährigen Domjubiläum in der Hauptkampfbahn ein und unglaubliche 800.000 versammelten sich zum 77. Katholikentag auf dem Stadion-Nordfeld. 1997, dies nun ein anderes Terrain, feierten 70.000 im Stadion das kurdische Kulturfest.

Ende der Auszüge aus dem Buch "Das große Buch der deutschen Fussballstadien"

Mit dem Abriss der alten Südkurve und dem Bau der neuen Südtribüne hat eine weitere Ära der Stadiongeschichte in Köln-Müngersdorf begonnen...

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